REHASAN Infobrief 27

 

Schützende Sicherheit? Machen wir! Zumindest bald. Aber bis dahin. Gilt die Regel: Möglichst allein. Und an frischer Luft. Oder besser schrittweise. Dem „wie lange noch“ entgegengehen. Doch dafür braucht es Proviant. Oder aber diesen Infobrief der Unternehmensgruppe REHASAN.

Aktuelles in schwarz auf weiß:

  • Wenn einer eine Reise tut. Natürlich braucht er dann Proviant. Aber, in den Zeiten der Corona-Pandemie ist ein anderer Reisebegleiter ungleich wichtiger geworden: Die AHA+A+L-Regel. Diese gilt ganz besonders für Reisen zu einer Reha-Maßnahme. Das Hygienekonzept einer Klinik sollte nicht nur den stationären Aufenthalt umfassen, sondern muss auch den Infektionsschutz vor und zur Patientenanreise bestmöglich gewährleisten. Die Ostseeklinik Zingst setzt dabei Maßstäbe. Sie erstellt für anreisende Patienten individuelle Risikoprofile, informiert die Patienten entsprechend im Vorfeld und kann so im Aufnahmeprozess größtmögliche Patientensicherheit gewährleisten. Auch, wenn das im Einzelfall zu vorsorglichen und temporären Quarantänemaßnahmen führen kann.
  • Auch aus Quarantänemaßnahmen kann man lernen. Zum einen, wie man den Betroffen das Leben unter Einschränkungen dennoch möglichst abwechslungsreich und freudig gestalten kann. Zum anderen – und im Besonderen – was man aus der umfassenden Analyse des Infektionsgeschehens für Schlussfolgerungen ziehen kann. Die AOK-Nordseeklinik auf Amrum hat dies in Berichtsform getan. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Nordfriesland. Der Titel lautet: „Die Rolle der Kinder in der Pandemie!“. Darin wird ausführlich aufgezeigt, welchen Beitrag Kinder am Infektionsgeschehen haben können. Ein bisher wenig gewichteter Aspekt. Der insbesondere in der aktuellen Diskussion um die Wiederaufnahme des Regelunterrichts an den Grundschulen einen interessanten Beitrag leisten kann. Unsere Empfehlung: Testen, testen, testen!
  • Geht es Ihnen auch so? Bei dem Wort „testen“ denken Sie sofort an PCR – oder PoC – Test? Kaum jemand denkt wirklich noch an Prüfungen in Schule und Ausbildung. Anders in der AOK-Klinik Rügen. Dort wurden mehr als 20 Laptops angeschafft, um Müttern und Kindern erfolgreiches digitales Lernen zu lehren. Und dies in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium im Freistaat Sachsen. Die dort eingesetzte Schul–Cloud „LernSax“ unterstützt Homeschooling und digitalen Unterricht. Das ist die ideale Vorbereitung für alle Unterrichtsformen, ob im Wechsel-, als Präsenz- oder digitalen Unterricht. Eine starke Mutter-Kind-Interaktion entlastet und schützt vor Überforderung der Familie.
  • Vor späterer Überforderung können auch Patienten geschützt werden, die sich für eine bariatrische OP entschieden haben. Dabei gilt es bekannte Komplikationen zu vermeiden, die Ernährung umzustellen, die Medikation anzupassen und die Betroffenen psychologisch zu begleiten. Denn, die bariatrische OP bedeutet eine radikale Umstellung des bisher gewohnten Alltags. Diesen Prozess hat die Fachklinik Schwaben zum erfolgreichen Vorsorgemodell verändert. Bereits ein Jahr vor OP werden Patienten im rehasonanz-Adipositas-Programm in zwei Phasen vorbereitet. Zuerst im Rahmen einer 9- bis 21-tägigen stationären Initialphase, dann als 1-jähriges digitales Gesundheitsprogramm unter fachärztlicher Leitung. Das Ergebnis aus Patientensicht: Konsequente Vorsorge ist gleichsam erfolgreiche Nachsorge.
  • Erfolgreiche Nachsorge war das Schwerpunktthema des ersten digitalen Workshops unserer rehasonanz-Experten. Die Fachleute aus den interdisziplinären Behandlerteams der einzelnen Kliniken im Verbund der Unternehmensgruppe REHASAN haben ein wichtiges E-Learning-Tool entwickelt. Dies ermöglicht jeder Klinik einen prozessorientierten Goldstandard bei der Behandlung der einzelnen Schwerpunktindikationen. Darüber hinaus wird eine Checkliste angeboten, mit deren Hilfe es möglich ist, alle einzelnen Behandlungsschritte in den Therapieverlauf zu implementieren. Die Wirkweise ist wie bei einem Gedächtnistraining, damit auch garantiert nichts vergessen wird.
  • Garantiert nichts vergessen wird in der Ostseeklinik Grömitz. Denn, unser Maskottchen und Co-Therapeut, Grömel, der Bär vom Ostsee, hat einen etwas anderen Jahresrückblick auf 2020 verfasst. Der bietet einen tiefen Einblick in seine große Bären-Seele und damit auch in das, was die kleinen und großen Menschen, ob im Klinikteam oder als Patient, so alles bewegt hat. Die wichtigste Erkenntnis: „Positiv“ muss nicht immer auch etwas Positives bedeuten. Das gilt ganz besonders für den obligatorischen Corona-Schnelltest. Der war nun schon mehrfach alarmierend positiv und dann in der Laborprüfung entwarnend negativ. Deshalb hat Grömel mit dem örtlichen Labor jetzt eine blitzschnelle und bärenstarke Nachtestung vereinbart. Das ermöglicht Klarheit in kürzester Zeit.
  • In kürzester Zeit kann jetzt auch ein Qualitätsaudit stattfinden. Denn, auch die Qualitätssicherung nach § 37 SGB IX erfolgt jetzt digital. Eine ganz neue Erfahrung für die Ostseeklinik Prerow. Die ständige und fortwährende Sicherung des Qualitätsstandards ist dort Klinikalltag. Und auch die regelhafte Durchführung von Qualitätsaudits und Rezertifizierungen ist eine bekannte Routine. Der erstmalige digitale Qualitätscheck ist da eine Neuerung und somit auch etwas ganz Besonderes. Deshalb hat sich das Klinikteam auch entsprechend intensiv vorbereitet. Mit großem Erfolg. Mit dem Nachweis, dass alle Anforderungen nach IQMP-Reha 4.0 sowie DIN ISO 9001 erfüllt sind, wurde nicht nur die bisherige stationäre ärztliche Rehabilitandenbetreuung gewürdigt, sondern ebenso die Umsetzung der Corona-Schutzverordnung bestätigt. Auch und besonders bei der Qualität bietet die Ostseeklinik Prerow „eine gute Brise Mee(h)r“.
  • Es gibt nicht nur die gute Brise. Sehr oft kommt es auch auf die richtige Prise an. Insbesondere in der Küche. 41 Jahre lang hat Frau Regina Rodemeier in der Lehrküche der Fachklinik Weserland genau dafür Sorge getragen. Und von und mit ihr haben einige 1.000 Patienten die Grundlagen einer gesunden Ernährung gelernt. Sogar ein Buch hat Frau Rodemeier geschrieben: „Vollwertkost Vegetarisch Mediterran“. Der letzte Arbeitstag von Frau Rodemeier am 26. Februar endet, wie dieser Infobrief begonnen hat: mit Proviant! Für die Reise in den wohlverdienten Ruhestand. Und einem ganz herzlichen Dankeschön für eine großartige Zusammenarbeit.

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Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Das war er schon, unser bereits siebenundzwanzigster Infobrief. Freuen Sie sich auf die Fortsetzung im Mai 2021. Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit.

Köln, im Februar 2021

Frank Roschewsky

REHASAN wünscht ein gesegnetes, glückliches und gesundes 2021

Liebe Geschäftspartner und Freunde,

wann hat es sowas schon einmal gegeben? Ein Jahr bekommt seinen eigenen Abschiedssong. Bye-bye von Sarah Connor. Natürlich ist das Lied nicht allein für 2020, sondern richtet sich sehr besonders an Corona. Mit dem sehnsüchtigen Wunsch: Es ist vorbei!

Wohl noch nicht ganz. Am 05. Januar 2021 haben sich unsere Kanzlerin, Frau Dr. Merkel und die MinisterpräsidentInnen der Länder auf eine Verlängerung von Lockdown und Corona – Regeln verständigt. Vorerst bis Ende Januar.

Dennoch, wir können mehr als träumen und hoffen. Wir können den Wendepunkt schon sehen. Die letzte Wegstrecke dorthin hat mit dem Impfstart begonnen. Ungeduldig beschreiten wir diesen anfangs noch holprigen Weg. Freuen uns aber doch voller Zuversicht auf das Ziel.

Allerdings ist überraschend, mit welch geringen Erwartungen wir uns alle dabei zufriedengeben. Es soll einfach alles wieder so sein, wie es vor Corona war. Das reicht nicht. Wir sollten mehr wollen. Nämlich, dass wir das was vor Corona war, alle zusammen etwas besser machen. Schließlich haben wir inzwischen so einiges gelernt: Das kleine Glück. Oder wieviel mehr doch weniger sein kann. Die Entdeckung der Langsamkeit. Oder wie wichtig Freunde, Familie und Sozialkontakte oder auch Freiheit und Freizügigkeit sind. Es gab so viele Lerneffekte, die in Zukunft Früchte tragen könnten.

Deshalb sollte es nicht nur ein gutes, sondern ein viel besseres 2021 geben.  Ein Wunsch, zu dem jeder einen großen Beitrag leisten kann. REHASAN hat damit bereits begonnen. Die AOK-Nordseeklinik hat untersucht, wie die Pandemie und politisch verordnete Schutzmaßnahmen die Belastungssituation in Familien verändert haben. Die Ergebnisse haben im Therapieablauf zu spezifischen und angepassten Konzepten geführt. Über diesen Lerneffekt werden wir in Kürze ausführlich berichten. Freuen Sie sich darauf und freuen Sie sich auf ein besseres 2021.

Das wünscht Ihnen REHASAN — Ihr Gesundheitspartner.

Herzlichst, Frank Roschewsky

 

 

REHASAN Infobrief 26

 

Dabei waren wir so sicher. Dass uns endlich alle Schritte bekannt sind. Und wir die Richtung wissen. Immer weiter, hoch hinaus. Den blauen unberührten Himmel fest im Blick. Dass dieser Weg nur ein Gummiband war, das wir immer weiter und weiter gedehnt haben, wissen ausgerechnet die, die keine Lebewesen sind. Weil sie auf „allen Vi(e)ren“ uns nun entgegen schwirren. Sowie dieser Info-Brief der Unternehmensgruppe REHASAN.

Aktuelles in schwarz auf weiß:

  • Was uns so alles umschwirrt, das sehen wir nicht. Aber, wir spüren die Folgen. Das gilt ganz besonders für Familien, die ohnehin schon ihre Belastungsgrenze erreicht haben. Social Distancing, Home Schooling, Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes, zu Hause bleiben auf engstem Raum und das Fehlen jeglicher Freizeitaktivitäten im Lockdown. All das erhöht den Stresslevel. Insbesondere auch, weil sich die Corona-Rahmenbedingungen selbst mit größtem Willen nicht ändern lassen. Dem setzt die AOK-Nordseeklinik das Training eines neuen Denkmusters entgegen. Entlastung, Ausgeglichenheit und Stärke. Durch moderne Ordnungstherapie einen anderen Blickwinkel erfahren: Positives Denken erlernen!
  • Positives Denken wird durch positive Erlebnisse gestärkt. Beispielsweise durch die Nutzung der REHASAN-App. So erreicht die AOK-Klinik Rügen nun täglich ihre Patienten. Dieses Angebot erleichtert den Klinikalltag, ist nützlich, hilfreich und unterhaltsam. Ob Therapie- oder Speiseplan, Lage und Standort der wichtigsten Ziele, kleine Hilfen im Alltag und in Not, Gesundheitstipps, Kontakt zu Therapeuten und Mitpatienten, Wissen und E-Learning. Die REHASAN-App wurde schon beim ersten Test von ihren Nutzern als unverzichtbar eingeschätzt. Jetzt geht es in den Regelbetrieb. Dort soll die App zum unverzichtbaren Begleiter für Patienten auf ihrem Weg zum dauerhaft gesunden Erfolg werden.
  • Für die Unternehmensgruppe REHASAN bedeutet die App allerdings noch mehr. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Marke „Digital Rehab“. Digital Rehab ist das zukunftsweisende, medizinische Gesundheitsprogramm als Rahmen und Begleitung rund um die stationäre Rehabilitationsmaßnahme. Wir freuen uns, an dieser Stelle ein neues „Brand-Book“ ankündigen zu können, das dieses Konzept in Kürze weitergehend vorstellen wird. Natürlich werden wir dazu umfassend informieren.
  • Umfassend informiert hat die Ostseeklinik Zingst über die aktuell schwierige Marktsituation für Eltern-Kind-Kliniken. Entsprechend wurde in der regionalen Presse über die Teilnahme der Klinik am bundesweiten Aktionstag „Hilfen auch für Eltern-Kind-Kliniken!“ berichtet. Am 10. November 2020, dem Vergissmeinnicht-Tag, haben sich viele Eltern-Kind-Kliniken an Politik und Öffentlichkeit gewandt, um auf ihre Notlage in der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen. Denn, nur mit finanziellen Hilfen kann es gelingen, den Bestand der Eltern-Kind-Kliniken zu sichern und so auch für besonders belastete Familien dringend benötigte Behandlungsangebote zu erhalten.
  • Das dringend benötige Behandlungsangebot nicht nur zu sichern, sondern auch zukunftsorientiert auszubauen, das hat sich die Fachklinik Weserland zur Aufgabe gemacht. Der Neubau der künftigen „smart clinic“ schreitet mit großen Schritten voran. In „normalen Zeiten“ wäre jetzt ein Richtfest gefeiert worden. Das passt natürlich nicht zu unser aller Anstrengungen, das Infektionsgeschehen zu unterbrechen. Deshalb wird es nur ein persönliches Dankeschön an alle Beteiligten, Planer, Gesundheitspartner und Behörden geben, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben,
    dass, trotz Krise, das Baugeschehen in „time and budget“ voranschreitet.
  • Fortschritte und positive Nachrichten sind in Krisenzeiten sehr willkommen. Insofern freuen wir uns besonders, der Fachklinik Schwaben zur wiederholten DDG-Zertifizierung zu gratulieren. Die Zertifizierung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft steht für evidenzbasierte Patientenversorgung und die Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Ihre erfolgreiche Zertifizierung kann die Fachklinik Schwaben noch mit einem Sahnehäubchen versehen. Denn, alle Therapieabläufe der Diabetesbehandlung sind zwischenzeitlich vollumfänglich digitalisiert. Damit wird der Qualitätsnachweis nicht nur als notwendiges Prüfungsdokument geführt, sondern liegt als ständige „intention-to-treat-Analyse“ vor.
  • Während die einen noch prüfen, testen die anderen schon. Und das auf der Grundlage der Coronavirus-Testverordnung (TestV). Ziel dieser Regelung ist es, asymptomatische Personengruppen umfassend zu testen, um die Gefahr zu verringern, dass sie zu einer Ausbreitung des Infektionsgeschehens entscheidend beitragen können. Entsprechend hat die Ostseeklinik Grömitz ein spezifisches Testkonzept im Rahmen einer umfassenden Infektionsschutz-Strategie entwickelt. Durch präventive Testung gelingt es, Schutz und Sicherheit für Patienten deutlich zu erhöhen. Wer in den Zeiten der Pandemie unterwegs ist, weiß: Das Infektionsrisiko reist mit. Die Strategie der Ostseeklinik Grömitz ist darauf ausgerichtet, genau diesem Mitreisenden den Zutritt zu verwehren
  • Aber, selbst wenn der Zutritt verwehrt wurde, gänzlich ausschließen kann man einen Corona-Ausbruch nie. So geschehen in der Ostseeklinik Prerow. Im Ergebnis asymptomatischer Testungen wurde ein positiver Befund erhoben. Im Rahmen einer dann erfolgten Reihentestung aller Patienten und Mitarbeiter kam die Gewissheit: Annähernd 40 infizierte Personen. Weit überwiegend bei bester Gesundheit und symptomfrei. Was nun begann, war ein Kraftakt und brauchte absoluten Schulterschluss. Mit den beteiligten Behörden und innerhalb der Belegschaft. Trotz Quarantänebedingungen und mit entsprechenden Auflagen konnte diese extreme Herausforderung großartig bewältigt werden. Herzlichen Dank an alle Beteiligten und ganz besonders: Gute Besserung für alle betroffenen Patienten. Den Regelbetrieb wird die Klinik bereits in Kürze wiederaufnehmen.

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Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Das war er schon, unser bereits sechsundzwanzigster Infobrief. Freuen Sie sich auf die Fortsetzung im Februar 2021. Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit.

Köln, im November 2020

Frank Roschewsky

Wir machen mit!

 

Gemeinsamer Aktionstag der Eltern-Kind-Kliniken am 10. November 2020 – den „Vergissmeinnicht-Tag“

„Hilfen auch für Eltern-Kind-Kliniken!“

Die zweite Welle der Corona-Pandemie türmt sich auf. Höher und stärker als noch im Frühjahr 2020. Die Zahl der Infektionen steigt exponentiell. Dabei sind die Schäden der ersten Flutwelle aus dem Frühjahr noch nicht beseitigt und wirken weiterhin nach.

Nach den Anfängen der Müttergenesung in den 1950er Jahren hat sich die Vorsorge- und Rehabilitation für Mütter/Väter und Kinder mittlerweile als Pflichtleistung der GKV etabliert und ist heute zu einem systemrelevanten Teil der gesetzlichen Gesundheitsversorgung in Deutschland geworden. Jährlich nahmen bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie fast 120.000 Mütter/Väter mit ihren Kindern bundesweit in 130 Kliniken an diesen bedeutenden Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen teil, um den gesundheitlichen Belastungen und Störungen der Zielgruppe aus der Mehrfachbelastung durch Kindererziehung, Haushalt und Beruf entgegenzuwirken. In diesen Kliniken engagieren sich mehr als 10.000 Mitarbeiter täglich mit Herzblut für die Gesundheit der kleinen und großen Patienten.

 

 

 

 

 

Nach dem Corona-Lockdown Mitte März wurden alle Kliniken mit einem Versorgungsvertrag nach §111a SGBV auf behördliche Anordnung geschlossen und konnten frühestens ab Ende Mai 2020 mit umfassenden Einschränkungen wieder öffnen. Unter Beachtung aller notwendigen Hygienerichtlinien wurden Pandemiepläne mit den Gesundheitsämtern abgestimmt. Diese lassen allerdings keinen Regelbetrieb zu, sodass die Kliniken nicht ausreichend belegt werden können, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern.

Heute gibt es für diese systemrelevanten Kliniken keine Möglichkeiten, den Schaden auszugleichen, der dadurch entsteht, dass die Betten Corona-bedingt nicht so ausgelastet werden können, wie dies vor der Pandemie der Fall war. Die Betten stehen daher aufgrund der Corona-bedingten Auflagen zu einem großen Teil leer. Die finanziellen Reserven der Kliniken sind verbraucht und es wird dringend Hilfe benötigt.

Die Bundesregierung hat neue, weitere Corona-Finanzhilfen angekündigt, damit die wirtschaftlichen Akteure, die Auswirkung und Einwirkungen der Pandemie, denen sie schuldlos ausgesetzt sind, bewältigen und überstehen können. Diese Finanzhilfen müssen auch Kliniken in Not erreichen.

 

 

 

 

Das Bundeskabinett hat am 28. Oktober 2020 die Verlängerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes bis zum 31. März 2021 beschlossen und damit die von der Deutschen Rentenversicherung finanzierten Rehabilitationskliniken weiterhin unter einen Schutzschirm gestellt. Es ist nur logisch, dass die gesetzliche Krankenversicherung nun diesem Weg folgen muss, um die Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen zum Wohle der Versicherten zu erhalten. Unsere Forderung lautet daher:

Hilfen in der Krise gerecht verteilen, um die Existenz der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
für Mütter/Väter und ihre Kinder zu sichern!

Eltern und ihre Kinder brauchen jetzt und in Zukunft dringend Medizinisch-therapeutische Behandlung sowie pädagogische Förderung, um durch die Folgen der Corona-Krise keine chronischen Gesundheitsschäden zu entwickeln! Die Corona-Generation benötigt die zielgruppenspezifische stationäre medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen als Grundlage für die Gesundheit unserer Gesellschaft in der Zukunft! Dieses Angebot muss langfristig gesichert bleiben für die mehr als 2,3 Millionen Mütter, Väter und Kinder, die in Deutschland eine solche Maßnahme dringend benötigen und nicht vergessen werden dürfen!

Ihre Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
für Mütter/Väter und Kinder in Deutschland

 

 

REHASAN Infobrief 25

Mit „Ichlingen“ und „Naivisten“. In einer Welt. Also, genau wie immer. Doch trotz der Abstandsregelungen wird es nicht besser. Sondern schlimmer. Dennoch, nach mehr als 77 Tagen. Fällt er wieder in mein Zimmer. Der erste Hoffnungsschimmer. Über diesen und andere Lichtblicke. Berichtet der aktuelle Infobrief der Unternehmensgruppe REHASAN.

Aktuelles in schwarz auf weiß:

  • 77 Tage lang. Kein Patientenbetrieb. Infolge der Verordnung zur Regelung der Besuchs-, Betretens- und Leistungsbeschränkungen in Reha-Kliniken. So lange ruhte die AOK-Klinik Rügen. Und mit ihr, die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt in dem großen Naturparadies am Wieker Bodden. In dieser Auszeit wurde das erlebnispädagogische Konzept „Kur in der Natur“ um viele neue Stationen erweitert. Das verdient Anerkennung. Sogar eine besondere Auszeichnung. Durch die Vereinten Nationen. Und das bereits zum 2. mal.
  • Zum 2. mal. Stationär aufgenommen. Im Rahmen einer „post-Corona-Rehabilitation“. Werden Patienten nach schwerem Verlauf ihrer Covid-19-Erkrankung. Mit vorherigem intensivstationären Aufenthalt bei vielfachen Komplikationen und schwieriger Entwöhnung von der künstlichen Beatmung. Die Fachklinik Weserland hat inzwischen eine anerkannte Expertise für diese spezielle Form der Anschlussrehabilitation erworben. Mehr als bei allen anderen Erkrankungen, empfinden „Corona-Patienten“ sich in hohem Maße als „schicksalhaft“. Deshalb braucht es zusätzlich zur bestmöglichen Behandlung noch eine große Extraportion Motivation.
  • Zu großen Experten für Extraportionen hat sich auch das Team der Ostseeklinik Zingst entwickelt. Gemeinsam haben sie für ihre Patienten einen eigenen TV-Kanal eingerichtet. Viele der vorhandenen Therapieangebote werden von den Behandlern im Tele-Gym angeboten: Ob Workout, Yoga, Entspannung oder Seminar. Mit dem TV im eigenen Patientenappartement wird kein Termin mehr verpasst (selbst im Quarantänefall oder bei Krankheit), das Erlernte verstetigt und selbstverständlich, werden alle Regeln des Infektionsschutzes beachtet. Die ideale Ergänzung zum verordneten Therapiepfad.
  • Eine digitale Ergänzung zum vorhandenen analogen Angebot bietet auch die AOK-Nordseeklinik auf Amrum an. Nicht nur im Internet. Sondern auch ganz besonders im Extranet. Für die Kundenberater der Krankenkasse. Ganz ohne Papier wurde so ein umfassendes Ordnersystem erarbeitet, das alle wichtigen Klinikinformationen enthält. Stets und in Echtzeit aktualisiert. Dadurch ist es auch möglich, freie Kapazitäten tagesaktuell einsehen und so die Patienten „termintreu“ zu steuern. Ein weiteres tragendes Element der starken Gesundheitspartnerschaft.
  • Starke Partner. Braucht es in jedem Team. Auch in der Ostseeklinik Prerow. Die steht unter neuer ärztlicher Leitung: Herr Ulrich Morlock ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er führt die Zusatzbezeichnung „physikalische Therapie und Balneologie“. Auf kaum jemanden trifft wohl mehr zu, dass er „sein Handwerk“ gründlich gelernt hat. Denn, Herr Morlock verfügt über einen Meisterbrief als Zimmermann. Unsere Patienten beschreiben Herrn Morlock als ausgesprochen sympathisch und besonders empathisch. Nur zwei von vielen guten Eigenschaften, die er sich als Oberhaupt einer Familie mit 9 Kindern langjährig erarbeitet hat. Herr Morlock liebt Land und Leute, die Ostsee und die stets frische Brise. Regionale und klimatische Vorteile, die er auch als wichtige Therapiebausteine seinen Patienten ans Herz legt.
  • Den Norden ans Herz legen. Eine Aufgabe, die in der Unternehmensgruppe REHASAN wirklich niemand übernehmen muss. Allein die große Anzahl der Klinikstandorte an Nord- und Ostsee verdeutlichen unsere große Bindung. Die soll unternehmerisch noch mehr zum Ausdruck gebracht werden. Mit der REHASAN Zweigniederlassung NORD. An der Ostseeklinik Grömitz. Heranrücken lautet die Devise. In jederzeit enger Verbindung stehen. Mit dem bestmöglichen Mix aus digitaler und persönlicher Kommunikation. Ein erster Schritt auf dem Weg in eine neue Normalität.
  • Neue Normalität bedeutet auch: Immer achtsam sein. Immer vorbereitet sein. Immer bereit sein. Das ist die Architektur der Sicherheit. Sicherheit, die am besten schon frühestmöglich erkennbar und tagtäglich erlebbar ist. Deshalb hat die Fachklinik Schwaben ihr Qualitätsversprechen um einen wesentlichen Punkt erweitert: Den Corona-Check. Das bedeutet, geprüfte Hygienestandards und bestmöglicher Infektionsschutz. Ganz aktuell ist die Fachklinik Schwaben auch digitaler Vorreiter bei der Corona-Gesundheitsfürsorge. Jeder Besucher der Klinik erlebt dies im Zugangsbereich schon durch die berührungslose Messung der Körpertemperatur mit Infrarot-Wärmesensor. Vorsicht ist besser…
  • …als Nachsicht. Aber, auch Nachsicht ist wichtig. Insbesondere, wenn trotz aller Vorsicht der Ernstfall doch eingetreten ist. Genauso war es in der Ostseeklinik Grömitz. Am Kurtag 18 wurden bei einer Patientin verdächtige Symptome festgestellt. Sofort wurde das Hygienekonzept auf höchste Stufe beim Infektionsschutz umgestellt. Isolierung der betroffenen Kleingruppe. Umfangreiche Testung. Im Ergebnis war nur eine Patientin betroffen. Klinikteam und Gesundheitsamt haben gemeinsam die Feuertaufe bestanden. Der Klinikbetrieb konnte ohne Einschränkungen fortgeführt werden. „Et is joot jejange! Denn, mer stonn zesamme.“

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Köln, im August 2020

Frank Roschewsky

Mit Teamgeist und starkem Konzept:
Die AOK-Nordseeklinik auf Amrum öffnet bundesweit als erste Mutter-Kind-Klinik° wieder die Tore

 

 

Es war kein leichtes Unterfangen. „Wir befanden uns in einer Situation, wie wir sie nie zuvor hatten“, sagt Philipp Joroch, Mitglied des Klinikdirektoriums der AOK-Nordseeklinik auf Amrum. Doch als der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein grünes Licht für die Wiedereröffnung der Kurkliniken gab, war die Klinik in Norddorf bereits vorbereitet. 100 Frauen durften mit ihren Kindern nach der langen Corona-Pause zum 18. Mai 2020 wieder anreisen.

Wie in allen Kurkliniken Deutschlands hatte man sich auch auf Amrum Sorgen gemacht, wie es unter diesen Umständen weitergehen könnte. Das Virus Covid-19 bestimmte schon seit Wochen die Schlagzeilen und das Leben in Deutschland. Für viele Menschen hatte sich der Alltag grundlegend gewandelt. Von den Einschränkungen und Maßnahmen besonders stark betroffen waren und sind die berufstätigen Mütter.

„Ich habe immer an die Mutter-Kind-Maßnahme geglaubt“, sagt die Leitende Ärztin der AOK-Nordseeklinik Berit Mehmen. „Sie ist ohnehin ein unterschätzter Aspekt im Gesundheitswesen. Doch jetzt ist diese Kur noch wichtiger. Die Frauen sind schon ohne Corona in großen Nöten, familiär, sozial, jetzt zusätzlich auch finanziell. Sie sind im Homeoffice, müssen gleichzeitig die Kinder betreuen, haben vielleicht noch einen sucht- oder alkoholkranken Mann. Viele empfinden die häusliche Situation als extrem belastend.“ Deshalb war sie dafür, die Klinik so bald wie möglich wieder zu öffnen. „Es ist eine sehr große Chance, jetzt präventiv zu arbeiten und die Folgeschäden durch die Corona-Einschränkungen bei Müttern und Kindern zu minimieren, ob bei Angststörungen, psychosomatischen Erkrankungen oder um ihnen einen besseren Umgang mit Stresssituationen zu zeigen.“

Der Versorgungsbedarf ist enorm

Für die Unternehmensgruppe REHASAN, deren Partnerklinik die AOK-Nordseeklinik ist, war von Anfang an klar, dass die Versorgung der Mütter frühestmöglich weitergehen muss. „Das ist unsere Aufgabe“, sagt Geschäftsführer Frank Roschewsky, „auch wenn es kein leichter Schritt ist. Denn, durch den gesetzlichen Rettungsschirm kann ein wirtschaftlicher Fehlanreiz entstehen.“ Die Finanzhilfen und das Kurzarbeitergeld unterstützten zwar in der Schließungsphase der Kliniken, doch die Wiedereröffnung wird finanziell sanktioniert. Die coronabedingten Mehraufwendungen des Klinikbetriebs werden bislang nicht erstattet. „Das tut weh, weil ein umfassender Infektionsschutz nach professionellem Hygienekonzept teuer ist.“

Roschewsky hat trotzdem kein Verständnis dafür, die weitere Entwicklung erst einmal abzuwarten und die betrieblichen und wirtschaftlichen Risiken möglichst lange meiden zu wollen. Für REHASAN stand eine schnelle Wiedereröffnung ihrer Mutter-Kind-Kliniken unter Berücksichtigung aller Auflagen an erster Stelle, denn der Versorgungsbedarf sei enorm, so Roschewsky. Ein Neustart sei für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeitenden gerade jetzt sehr wichtig.

„Wir haben eine dreifache Verantwortung“

Also bereitete die Amrumer AOK-Nordseeklinik sich von Anfang an auf die Wiedereröffnung vor. Intensiv arbeitete das Klinikdirektorium, Anja Jensen, Berit Mehmen und Philipp Joroch, zusammen mit einer Krankenhaushygienikerin einen feinteiligen Hygiene- und Kurplan aus.

Sie besorgten ausreichend Mundschutz, stellten an jedem Hauseingang Desinfektionsmittelspender auf, bereiteten die Appartements entsprechend für die Familien vor, planten Covid-19-Tests für die Patientinnen und Patienten, schulten die Mitarbeitenden und sperrten eins ihrer 16 Häuser ganz. Dort bereiteten sie alles vor für den Fall, dass jemand in Quarantäne gehen müsste. Selbst der Bürgermeister von Norddorf war bei einem Besuch beeindruckt.

„Wir wollten ihm zeigen, wie wir uns absichern“, sagt Philipp Joroch. „Denn wir haben eine dreifache Verantwortung: für unsere Patientinnen und Patienten, für unsere Mitarbeitenden und für die Inselbevölkerung. Sie sollten wissen, dass wir alles nur Mögliche tun, um sie zu schützen. Zusammen mit unseren Mitarbeitenden hatten wir binnen einer Woche ein gutes Konzept auf die Beine gestellt. Das ganze Team hat sich dabei sehr hilfreich eingebracht.“

Die erste „Corona-Kur“ war ein voller Erfolg

Und so konnte am 18. Mai 2020 eine erste Kur beginnen, wenn auch nur für eine geringere Anzahl von Müttern als sonst üblich. Die aber waren glücklich, dass sie trotz allem eine Kur antreten durften. Es war wie bei einer Generalprobe im Theater: Alle waren gespannt, wie diese erste Kur verlaufen würde, wie die Patientinnen und Patienten sie annehmen würden. Berit Mehmen konnte in der ersten Woche kaum schlafen, sagt sie. Und, wie es sich für eine anständige Generalprobe gehört: Es gab hier und da noch ein paar kleine Stellen, an denen schnell nachgebessert werden konnte. Doch das Konzept bewährte sich. Die erste „Corona-Kur“ war ein voller Erfolg, sagen auch die Patientinnen und Patienten.

Melanie Winkler* hatte die Kur aufgrund eines mütterlichen Erschöpfungssyndroms beantragt. Sie hatte Schlafschwierigkeiten, war schnell gereizt, auch den beiden 4- und 8-jährigen Töchtern gegenüber. Eigentlich sei sie ein ruhiger Mensch, sagt sie, aber durch die Corona-Einschränkungen war sie viel angespannter als sonst: „Wir gingen uns zu Hause irgendwann alle auf die Nerven.“ In der Kur wurden ihr noch dazu ein fast ausgerenkter Nackenwirbel und eine generelle Fehlhaltung diagnostiziert. Höchste Zeit also, zur Ruhe zu kommen und sich einmal nur um sich selbst zu kümmern. Es war ihre zweite Kur auf Amrum, und obwohl sie in der ersten Kur das „volle Programm“ bekommen hatte, also einen ganz normalen Kurablauf, war sie begeistert von ihrer „Corona-Kur“:

„Mein Kurplan gefiel mir sehr gut“, sagt sie. „Ich wusste, dass wir natürlich momentan nicht alles machen durften, aber ich konnte viel mehr machen als ich gedacht hatte. Ich hatte ganz unterschiedliche Therapien, konnte einiges neu kennenlernen und hatte dennoch ausreichend Zeit für meine Kinder. Wir haben viel zusammengespielt und Radtouren gemacht. Und beim Achtsamkeitsspaziergang habe ich auf einmal gemerkt: Jetzt bin ich angekommen, jetzt bin ich ruhig. Das fand ich richtig schön!“ Auch das geänderte Essensprogramm gefiel ihr. „Wenn ich mit meiner älteren Tochter während meiner ersten Kur unterwegs war, mussten wir uns abhetzen, um noch rechtzeitig zum Mittagessen wieder in der Klinik zu sein“, sagt sie. „Jetzt gab es eine Lunchbox zum Mitnehmen, und das warme Essen gab es abends. Das war für uns viel entspannter. Und man hat gemerkt, dass das ganze Team an einem Strang gezogen und sich gefreut hat, dass es wieder losging.“

„Diese Vorsorge ist auch gut für das Gesundheitssystem“

Nicole Schmitt* ist in Vollzeit berufstätig. Sie hat nur wenig Zeit für ihren 3-jährigen Sohn, und dann ist da ja noch der Haushalt. Sie wollte in der Kur lernen, wie sie besser mit Stress umgehen und sich entspannen kann. „Für mich war es toll“, sagt sie, „ich habe mich gar nicht eingeschränkt gefühlt. Ich hatte ausreichend Zeit für mich, aber auch ausreichend Zeit für meinen Sohn. Und ich habe sehr viel aus der Kur mitgenommen. Nordic Walking war sehr cool, das ist was für mich! Meditation will ich auch weitermachen. Die Kur war einfach toll. Und die Nähe zu dem wunderschönen Strand ist natürlich unbeschreiblich.“ Auf der Heimfahrt fragte ihr Sohn sie dann auch: „Gehen wir gleich noch an den Strand?“ Und es tat ihr richtig leid sagen zu müssen: „Nein, wir sind fast schon zu Hause.“ Die „Corona-Kur“ war ihre erste Kur überhaupt, sagt sie, und ganz sicher nicht ihre letzte.

Beide Frauen sind sich einig, dass es gerade für Mütter eine solche Kur weiterhin geben muss. „Es ist sehr wichtig, dass man mal die Zeit für sich hat“, sagt Melanie Winkler, „dass man Hilfestellung bei vielen Fragen bekommt und lernt, besser auf sich selbst zu achten.“ „Und es ist wichtig als Vorsorge“, sagt Nicole Schmitt. „Das ist doch auch gut für das Gesundheitssystem.“

„Es war richtig, die Klinik wieder zu öffnen“

Für das Klinikdirektorium der AOK-Nordseeklinik hat sich die viele Vorarbeit gelohnt. „Die geringere Belegung macht natürlich die Ausfälle nicht wett“, sagt Philipp Joroch, „aber es war richtig, die Klinik wieder zu öffnen. Wir hatten keine positiven Abstriche, und wir hatten lauter zufriedene Familien bei uns.“

Auch die Ärztin Berit Mehmen ist überzeugt, dass die Öffnung richtig war. „Wir hatten die Familien vorgewarnt, dass die Aufnahme nicht mehr im medizinischen Trakt, sondern bei ihnen im Appartement vorgenommen werden würde. Und dass wir sie mit Kittel und Mundschutz besuchen würden. Das Schöne war, dass es so für alle Beteiligten eine wesentlich entspanntere Aufnahme war. Wir bekamen einen viel gründlicheren Einblick in die Mutter-Kind-Situation, hatten viel intensivere Gespräche. Ich vermisse zwar, dass man das Lächeln sehen kann, aber man sieht es ja auch an den Augen.“

Die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe REHASAN sieht die Wiedereröffnung ebenfalls positiv. „Unser Anspruch war es, unter Beachtung des größtmöglichen Infektionsschutzes die Versorgung wieder bestmöglich aufzunehmen“, sagt Frank Roschewsky. „Das Team der AOK-Nordseeklinik hat eindrucksvoll bewiesen, wie dieser Anspruch erfolgreich umgesetzt werden kann.“

Und Berit Mehmen kann nun auch wieder ruhig schlafen.

 

Köln, im Juni 2020

 

° Das Angebot von Mutter-Kind-Maßnahmen im Sinne des SGB V richtet sich auch an Väter. Zur besseren Lesbarkeit sind im Text jedoch nur Mütter genannt.
* Name von der Redaktion geändert.

Der Krankenhaus-Report 2020

liegt vor. Das Schwerpunktthema analysiert die aktuellen Entwicklungen in der Krankenhausfinanzierung: „Finanzierung und Vergütung am Scheideweg.“ Ein Aspekt dieser Betrachtung sind die Perspektiven der Finanzierung und Vergütung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. In diesem Zusammenhang wird auch die Digitalisierung der Rehabilitationsnachsorge diskutiert. REHASAN ist außerordentlich erfreut, dass unser digitales Nachsorgeprogramm  rehasonanz ))))) TDKC als erfolgreiches Praxismodell angeführt wird.

 

 

REHASAN Infobrief 24

(Wir sind Helden)

„Komm auf die Beine, komm her zu mir. Es wird bald hell und wir haben nicht ewig Zeit. Wenn uns jetzt hier wer erwischt, sind wir für immer vereint. In Beton und Seligkeit.“ Heißt es im Song: „Denkmal“ der Band: „Wir sind Helden“. Über diese und andere Helden. Berichtet der aktuelle Infobrief der Unternehmensgruppe REHASAN.

Aktuelles in schwarz auf weiß:

  • Helden des Corona-Alltags. Erhalten Applaus. Aus unseren Fenstern und Balkonen. Täglich um 21:00 Uhr. So war es zumindest eine Zeitlang. Dies ist ein Sonderapplaus! Für das Team der Fachklinik Schwaben in Bad Mergentheim. Aufgrund mehrerer Corona-Infektionen wurde die Klinik vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt. Mit zu diesem Zeitpunkt 61 Patienten, im Aufenthalt auf ihre Zimmer beschränkt. Durch den persönlichen Einsatz bis an die Grenze des Leistbaren hat das Klinik-Team versorgt, umsorgt und gesorgt; nämlich dafür, dass alle Patienten sich dennoch frei, gesund und munter gefühlt haben. Bis zur Heimreise nach 14 Tagen. Best-Corona-Care!
  • Bestmögliche Patientenversorgung zu Corona-Zeiten ist nur möglich, wenn Lasten verteilt werden. Um Überlastung zu vermeiden. Deshalb hat die Fachklinik Weserland in Bad Pyrmont frühzeitig Hilfe angeboten. Und wurde vom Niedersächsischen Gesundheitsministerium als Ersatzkrankenhaus anerkannt. Am 09.04.2020 wurde dann der erste Akutpatient in der bisher über 40-jährigen Betriebsdauer aufgenommen. Eine ganz neue und große Herausforderung. Die sehr professionell und mit gesundem Erfolg gemeistert wurde. Eine heldenhafte Leistung!
  • Aber, manchmal braucht es sogar Superhelden. Für die ganz großen Aufgaben. Wie zum Beispiel dem mutigen Start als Allererster. Als erste Klinik nach der bundesweiten Schließung aller Mutter-/Vater-Kind-Kliniken wieder in Betrieb gehen. Ein frühestmöglicher Re-Start ganz besonders für die Patienten, die von der vollen Wucht der Krise heruntergedrückt wurden, um endlich wieder auf die Beine kommen zu können. Raus aus der sozialen Isolation mit Homeoffice und Homeschooling. Endlich Hilfe und Unterstützung erfahren. Durch das großartig vorbereitete Klinik-Team der AOK-Nordseeklinik Amrum, das jetzt sogar noch besser hygienisch als friesisch kann.
  • Friesisch kennt er auch. Denn, seit 1996 war er der langjährige Chefarzt der Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche in Westerland. Den medizinischen Experten für Pädiatrie, Pneumologie, Allergologie, Adipositas und Diabetologie zieht es nun von der Nord- an die Ostsee. Als neuen ärztlichen Direktor der Ostseeklinik Grömitz. Natürlich freuen wir uns alle sehr auf die Zusammenarbeit. Ganz besonders freut sich unser Co-Therapeut und Maskottchen Grömel, der Bär vom Ostsee auf Herrn Dr. Rainer Stachow als Verstärkung im Superhelden-Team seines Grömelversiums
  • Eine ganz eigene Welt. Frei von Corona. Das wünschen sich viele. Bleibt aber vorerst nur Sehnsucht. Und der Wille, alles Erdenkliche zu tun, um die Infektionskrankheit draußen zu lassen. Außerhalb der eigenen Welt. Außerhalb der Zirkuswelt! Die Ostseeklinik Zingst hat dazu ein wegweisendes Hygienekonzept entwickelt. Das große Original-Zirkuszelt steht natürlich im Mittelpunkt. Und rundherum wird das Außengelände nun um einen ganz neuen Spielplatz ergänzt. Mit Spielschiff, großem Leuchtturm, Trampolin-Anlage und vielem mehr. Nicht zu vergessen, Ostsee und Strand direkt vor der Tür. All das lädt ein, zu vielen Therapie- und Bewegungsangeboten im Freien. Der beste Schutz vor Ansteckung! Für große und kleine Zirkushelden.
  • Staunen, lachen und wundern. Kann man nicht nur im Zirkus. Sondern jetzt auch besonders in der AOK-Klinik Rügen. Genauer: Im neuen „Haus Seeblick“. Denn, es ist nun fertig gestellt. 12 niegel-nagel-neue Patientenappartements. Direkt am Wasser mit Weit- und Ausblick. Modern, gemütlich, komfortabel und allergiegerecht. Ein Zuhause auf Zeit. Zum Wohlfühlen für drei Wochen. Wartet auf seine Erstbezugs-Helden. Sobald das Land Mecklenburg-Vorpommern Müttern, Vätern und Kindern die Einreise wieder erlaubt. Wird der rote – Entschuldigung; selbstverständlich der grüne!, Teppich ausgerollt.
  • Den grünen Teppich hat die Ostseeklinik Prerow schon seit dem 11.05.2020 wieder ausgerollt. Für die Patienten, die auch während der Corona-Pandemie dringend eine medizinische Rehabilitation benötigen. Die richtige Therapie dafür zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn, das Gesundheitssystem musste zum Schutz vor Überlastung kurzfristig umgebaut werden. Deshalb haben BARMER und Klinik einen Zuweisungspfad entwickelt, um Patienten auch in der Krise zeitnah und bedarfsgerecht behandeln zu können. Natürlich nach RKI-Hygienestandard und in Abstimmung mit dem LAGuS Mecklenburg-Vorpommern. Also, echte Kooperations-Helden.
  • Die wirklich großen Helden. Durfte REHASAN viele Jahre erleben. Ganz eng. Seite an Seite. Deshalb wissen wir genau, wie es sich anfühlt geschützt, getragen und geleitet zu werden. Von Herrn Dr. Dieter Thomae und Herrn Dr. Norbert Blüm. Zwei ganz große und kluge Weggefährten. Von denen wir in tiefer Trauer Abschied nehmen mussten. Die uns allen nun ein Stück vorausgegangen sind. Aber, in Köln geht keiner so ganz. Und wir sind immer vereint. In Seligkeit. Sagt und singt. Die Kapelle „Wir sind Helden“. Sind wir auch. Und bleiben deshalb. Zusammen bis zum Ende. Und das wird, wie jeder weiß, immer gut.

Haben Sie weitergehendes Interesse an diesen Themen oder möchten Sie Kontakt zu uns aufnehmen? Hier erreichen Sie uns direkt. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, uns weitere Interessenten für diesen Informationsdienst mitzuteilen.

REHASAN Kliniken Holding GmbH
Im MediaPark 2
50670 Köln
Tel: 0221 / 650 77 – 0
Fax: 0221 / 650 77 – 999
E-Mail: info@www.rehasan.de
www.rehasan.de

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Das war er schon, bereits unser vierundzwanzigster Infobrief. Freuen Sie sich auf die Fortsetzung im August 2020. Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit.

Köln, im Mai 2020

Frank Roschewsky

Zum Gedenken an Herrn BMin a. D., Dr. Norbert Blüm

Herr Dr. Blüm war der Unternehmensgruppe REHASAN langjähriger Ratgeber, Wegbegleiter und Freund. Das Präventionsprojekt „Gesund aufwachsen in Grömitz“ hat er als Schirmherr zum Erfolg geführt. Sein Mitwirken im wissenschaftlichen Beirat hat unsere Unternehmenskultur maßgeblich geprägt. Viele persönliche Gespräche mit Patienten und Mitarbeitern hat er in unserem Klinikverbund geführt. In kleinen Hinweisen konnte er häufig die großen Dimensionen erkennen und hat diesen seine wichtige Stimme verliehen. Wir haben gehört und gehandelt. Mit Erfolg. Wir wurden reich beschenkt. Von einem aufrechten Menschen, einem guten Herzen und einer reinen Seele. Dafür sind wir unendlich dankbar.

Und so klingt es nach:

„Ich bin traurig. Und durch meine Stille weht ein leiser Wind. Aus so vielen Stimmen. Die alle loben, anerkennen und würdigen. Meine Gedanken. Laufen durch den Schatten. Der Erinnerung. Und lauschen. Einem zarten Weh.

Aber eigentlich. Ist das alles zu leise. Für ihn. Der seine Stimme immer erhoben hat. Als Krawallmacher für das Gute. Als aufrechter Kämpfer. Für den Schulterschluss. Unter uns allen.

Auch wenn diese Stimme nun schweigt. Klingt sie doch lange nach. Und rät zum Mut. Zum Weitermachen. Besonders in dieser Zeit. Die viele so einsam macht.

Wie gut tut es da, 1000 gesammelte Lächeln im Herzen zu wissen.“

 

Wir möchten der Familie Blüm unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen. Dr. Norbert Blüm wird uns allen sehr fehlen. Sein Andenken werden wir in Ehren halten.

Köln im April 2020

 

 

Liebe Leser,

an dieser Stelle sind Sie es gewohnt, aktuell über all das informiert zu werden, was unsere Unternehmensgruppe REHASAN bewegt. Heute ist es allerdings eine sehr bewegende Mitteilung. Ein Nachruf auf unseren allerbesten Freund:

 

 

Ich war nie wie er. Nie so schnell. Meist hatte ich den Eindruck, er sei mir weit voraus. Zu weit, um ihn einzuholen. Aber diese Geschwindigkeit, war nur sein Ablenkungsmanöver. So wie die Worte. Die so schnell tanzten und doch nie schnell genug, um das Ende seiner Gedanken zu erreichen. All das machte den Anschein der ständigen Bewegung. Des Voranschreitens. Mit sehr schicken 7-Meilen-Stiefeln und in farbig modischer Kleidung.

Er war auch nie ein Freund der Umwege. Auch nicht des Verweilens. Selbst auf der Stelle konnte er sich so schnell drehen, dass mir oft schwindelig wurde. Doch er hat nie seine Richtung verloren. Nie seinen Standpunkt verlassen. Es war die Freiheit. Und die Toleranz. Weil er im früheren Leben Lehrer war. Gab er dazu oft Aufgaben.

Doch viel lieber gab er Lösungen vor. Und Energie. Für mich, der nun die Arbeit tun musste. Er wollte mitreißen und ich wollte mitgerissen werden.

Sein Ablenkungsmanöver habe ich erst spät durchschaut. Als ich merkte, dass er mich eigentlich die ganze Zeit an die Hand genommen hatte. Unbemerkt. Nur, dass es sich dann später einfach so gedreht hatte. Unbemerkt. Und ich ihn an der Hand hielt.

Wohl nicht fest genug. Denn er ist nun allein gegangen. Dorthin, wo die Welt ihr Ende findet. Ich bin sicher, mehr Freiheit als an diesem Ort kann es nicht geben. Aber, ganz davon kommt er mir nicht. Denn, Liebe ist ein Versprechen.

Herz, geh‘ hinaus!

 

Voller Trauer möchte ich all denen, die mit unserer Unternehmensgruppe REHASAN verbunden sind, mitteilen, dass unser langjähriger Berater, Förderer und Freund,

Dr. Dieter Thomae

nach langer Krankheit am Samstag, dem 14.03.2020 verstorben ist. Seine Beisetzung fand am 26.03.2020 in Bad Bodendorf statt.

Wir haben den Wunsch der Familie berücksichtigt und mit dieser Mitteilung bis Ostern gewartet. Ganz bewusst möchten wir diesen Nachruf auch als Ostergruß verstanden wissen. Denn, zu keinem anderen Zeitpunkt sind Freud und Leid sowie Leben und Tod sich so nahe, wie zum Osterfest. Da kann man ruhig im Moment der Trauer innehalten. Mit Freude an gemeinsame Zeiten zurückdenken. Und diese Erinnerung in die Zukunft mit sich tragen.

Herzliche Ostergüße.

Köln, April 2020

Frank Roschewsky